Praxis für Psychotherapie & Stressbewältigung, Soest

Ines Dewald, Heilpraktikerin für Psychotherapie

Arbeitsweise

Neuroaffektives Beziehungsmodell (NARM)

Aus Sicht dieses therapeutischen Ansatzes gibt es fünf elementare menschliche, biologische Grundbedürfnisse:

  • Kontakt (sich verbunden fühlen dürfen)
  • Einstimmung (wissen was ich in welchem Moment und in welcher Dosis gut für mich ist)
  • Vertrauen (die Sicherheit fühlen können, dass die Welt es gut mit mir meint)
  • Autonomie (verbunden, behütet und sicher sein eigenes Ding machen)
  • Liebe/Sexualität (in Freiheit geben und nehmen)

Erfahren diese Grundbedürfnisse in der kindlichen Entwicklung nicht angemessen Resonanz, so hat dies Auswirkungen auf unsere Selbst- und Weltsicht und kann unsere Wahrnehmung von der kindlichen Gegenwart bis ins Erwachsenenleben hinein verzerren indem sich sog. Überlebensstrategien entwickeln, die letztlich zu einer Entfremdung von uns selbst und von anderen führen können.

Die Fähigkeit sich selbst regulieren zu können (Stressbewäligung im weitesten Sinne) und die selbstständige Befriedigung unserer Grundbedürfnisse (Selbstfürsorge) kann sich nicht ausreichend entwickeln. Leidvolle und folgenreiche (bewußte oder unbewußte) Identitätsverzerrungen, wie ein geringes Selbstwertgefühl, chronische Selbstabwertung, Scham oder auch Größenphantasien können eine Folge der entwicklungsgeschichtlichen Zurückweisungen durch die Eltern sein. Auf diesem Hintergrund kann das eigene erwachsene Leben als körperlich, psychisch und geistig sehr anstrengend und konflikthaft erlebt werden.

Beispielhaft sei hier genannt, dass dauerhaft als druckvoll erlebte elterliche Handlungen das natürliche kindliche Verhalten beeinflussen. Kinder entwickeln Strategien um in diesen Systemen zu überleben und geben sich selbst die Schuld an der Situation um die Bindungsbeziehung zu den Eltern zu schützen – oft ein Leben lang.

Im Rahmen der therapeutischen Arbeit mit dem neuroaffektiven Beziehungsmodell können diese dysfunktionalen Anschauungen und Überzeugungen und die daraus entstehenden Handlungsmuster bewusst gemacht werden. Erst dann können sich neue Möglichkeiten entwickeln und bislang unbewusste Muster verändert werden. Gesunde Ausdrucksformen unserer Lebendigkeit können sich entwickeln.

NARM ist ein systemisches, ressourcenorientiertes, psychodynamisch fundiertes Modell, das die Arbeit im gegenwärtigen Moment betont. Somatische Achtsamkeit, wird eingesetzt um das Nervensystem neu zu regulieren und Identitätsverzerrungen wie geringes Selbstwertgefühl, Scham, chronische Selbstverurteilung oder Größenphantasien zu erforschen und in einen neuen Zusammenhang zu stellen.

Das Neuroaffektive Beziehungsmodell wurde von dem amerikanischen Psychologen, Dr. Laurence Heller entwickelt.

Weitere Informationen: drlaurenceheller.com

Körperpsychotherapie Hakomi®

Ron Kurtz hat die Hakomimethode in den 1970er Jahren in Amerika entwickelt.

Hakomi verbindet tiefenpsychologische Erkenntnisse mit körperorientierten psychotherapeutischen Verfahren und wissenschaftliche Erkenntnisse aus Neurobiologie und Achtsamkeitsschulung.

Unter Achtsamkeit versteht der Ansatz einen Zustand, der auf die Wahrnehmung im „Hier und Jetzt“ gerichtet ist.

Unser Körpergedächtnis speichert alle unsere Lebenserfahrungen. Dies ist eine wertvolle Quelle um die Verbindung mit unserem Körper Veränderungen auf einer ganzheitlichen Ebene zu ermöglichen.

Im therapeutischen Gespräch gibt es einen Raum, der einläd das eigenen Inneren zu erforschen und auf diesem Weg prägende Erfahrungen und Anschauungen aus der persönlichen Lebensgeschichte zu entdecken, So lässt sich erkunden, welche, dieser Erfahrungen sich noch heute schwächend auswirken oder Kraft verleihen. Dieser Prozess und die damit verbundenen neue Erkenntnisse können sich stärkend auf das eigene Erleben und Handeln auswirken.

Die Bedeutung und der Wert von Achtsamkeit im therapeutischen Prozess wurde in den letzten Jahrzehnten vertiefend erforscht und belegt. An dieser Stelle sei Halko Weiss genannt der Auf diesem Gebiet mehrere Bücher veröffentlicht hat.

Weitere Informationen: www.hakomi.de

Gelassen und sicher im Stress

Ein von den Krankenkassen zertifiziertes Modell zur Stressprävention nach Prof. Kaluza.

Das individuelle Stresserleben wird strukturiert auf mehreren Ebenen betrachtet. So kann mehr Bewusstheit entstehen.

Persönlich stressverschärfende Situationen werden herausgearbeitet und sowohl auf der Handlungsebene als auch auf der kognitiven und psychologischen Ebene bearbeitet. Ein großer Focus wird auf die regenerative Stresskompetenz gelegt.

Weitere Informationen: www.gkm-institut.de